Gottesdienst am 13. Juni 2021

Pfarrer Dr. Oliver Groll
Pfarrer Dr. Oliver Groll

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jesus Christus spricht:
„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“

Mit dieser Einladung Jesu aus Mt 11 heiße ich Sie herzlich willkommen zum Gottesdienst am 2. Sonntag nach dem Dreieinigkeitsfest.

 

„Die güldne Sonne voll Freud und Wonne“
– von Lied Nr. 449 die Str. 1-4

Die güldne Sonne voll Freud und Wonne

 

1) Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen
ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder;
aber nun steh ich, bin munter und fröhlich,
schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

 

2) Mein Auge schauet, was Gott gebauet
zu seinen Ehren und uns zu lehren,
wie sein Vermögen sei mächtig und groß
und wo die Frommen dann sollen hinkommen,
wann sie mit Frieden von hinnen geschieden
aus dieser Erden vergänglichem Schoß.

 

3) Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen
Güter und Gaben; was wir nur haben,
alles sei Gotte zum Opfer gesetzt!
Die besten Güter sind unsre Gemüter;
dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder,
an welchen er sich am meisten ergötzt.

 

4) Abend und Morgen sind seine Sorgen;
segnen und mehren, Unglück verwehren
sind seine Werke und Taten allein.
Wenn wir uns legen, so ist er zugegen;
wenn wir aufstehen, so lässt er aufgehen
über uns seiner Barmherzigkeit Schein.

 

Text: Paul Gerhardt (1666)

Melodie: Johann Georg Ebeling (1666)

Als kleiner Gruß an Seija in Finnisch!
Mitsingen auf Deutsch geht sehr gut!

Psalmgebet

Wir beten iPsalm 36
– im Gesangbuch finden Sie ihn unter der Nr. 719

Psalm vorlesen

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
 
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten
deiner Flügel Zuflucht haben!
 
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
 
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

Ehr sei dem Vater ...

Eingangsgebet

Lieber Vater im Himmel!
Wir danken dir für die Gaben, die du uns anvertraut hast:
unsere Zeit und unser Leben, unsere Familien, unsere Freundinnen und Freunde, unsere Kinder und unsere Träume.
Lass uns in allem deine Güte erkennen.
Lass uns das Staunen nicht verlernen.
Lass uns das Geheimnis deiner Größe immer wieder neu erahnen. Sende deinen Heiligen Geist,
damit wir mit erwartungsvoller Offenheit leben können.
Amen.





„Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ –von Lied Nr. 503 die Strophen 1-4 u. 8

Vorlesen

Nordheim - Altarschmuck

Geh aus, mein Herz, und suche Freud

 

1 Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben, sich ausgeschmücket haben.

 

2 Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide, als Salomonis Seide.

 

3 Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und Felder, Berg, Hügel, Tal und Felder.

 

4 Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt sein Haus, das Schwälblein speist die Jungen, der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh ins tiefe Gras gesprungen, ins tiefe Gras gesprungen.

 

8 Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen, aus meinem Herzen rinnen.

 

Paul Gerhardt (1653) / August Harder (1813)

Nordheim - Bäume

Predigt
von Pfarrer
Dr. Oliver Groll

Predigt vorlesen

„Kommt, atmet auf, ihr sollt leben“ – von Lied Nr. 639 die Strophen 1-3

Wir beten:

Herr Jesus Christus, du lädst uns alle ein.
Du trennst nicht nach arm und reich; du fragst nicht nach Rasse oder Herkunft.
Du fragst auch nicht danach, ob jemand immer schon zu den kirchlichen Insidern gehört hat oder ob er heute das erste Mal im Gottesdienst ist.
Du lädst uns alle ein, zu dir zu kommen und bei dir Ruhe zu finden.

Wir bitten dich:
Hilf uns, dass wir auch in unserem Alltag deine Einladung hören; schenke uns auch unter der Woche immer wieder Zeiten der Ruhe; Zeiten, in denen wir es spüren können, dass du es gut mit uns meinst.

Wir bitten dich für unsere Kirchengemeinden hier in Nordheim und Nordhausen:
Lass sie eine einladende Gemeinde sein und werden; eine Gemeinde, in der die Insider den anderen nicht das Gefühl vermitteln, dass sie nicht dazugehören oder gar dass sie nicht erwünscht sind.

Hilf uns regelmäßigen Gottesdienstbesuchern, dass wir sensibel werden für die Menschen, die sich bei uns eher fremd vorkommen.

Herr Jesus Christus, wir danken dir, dass du uns alle einlädst, zu dir zu kommen, und dass du uns allen das Leben schenkst. Dir sei Lob und Dank, heute und in Ewigkeit.

Wir beten gemeinsam:

Vater unser im Himmel! Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

vorlesen

Nordheim - Sommer
Nordheim - Sommer

Segenslied